Eintritt in den chinesischen Markt | Die fünf größten Schwierigkeiten ausländischer Unternehmen

Die chinesische Wirtschaft befindet sich seit einigen Jahren im Wandel. Der Fakt, dass ausländischen Firmen in China hauptsächlich günstig produzieren lassen um anschließend ihre Waren wieder aus China zu exportieren, ändert sich zunehmend. Dank der steigenden Kaufkraft der chinesischen Konsumenten legen immer mehr Unternehmen ihren Fokus auf den chinesischen Markt. Um auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben zu können, muss ein Eintritt in den chinesischen Markt für viele Unternehmen in Betracht gezogen werden.

Eine Studie des Internet-Nachrichtendienstes China Internet Watch prophezeit, dass die Kaufkraft der chinesischen Konsumenten bis zum Jahr 2020 um circa 50% auf $6.5 Billionen ansteigen könnte. Dies zeigt deutlich, dass das der Markt auf dem chinesischen Festland in den nächsten Jahren weiterhin auch ausländischen Unternehmen die Möglichkeit auf großes Wachstum bieten wird. Zu beachten ist jedoch, dass sich diese Unternehmen bei einem Markteintritt neben einer großen Anzahl an Konkurrenten und einem speziellen Konsumentenverhalten auch bürokratischen Hürden zu stellen haben. Die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Beratungsfirma kann daher verhindern, dass bürokratische Fehler im streng geregelten Ablauf gemacht werden und ein reibungsloser Markteintritt für die Unternehmung erfolgen kann.

 

Marktzugänglichkeit

Markteigenschaften wie z.B. die Vertriebskanäle, das spezielle Kaufverhalten der chinesischen Konsumenten oder auch die vielen bürokratischen Hindernisse auf dem Weg zum Markteintritt können auf dem chinesischen Markt als durchaus komplex beschrieben werden und erschweren damit die Planungen erheblich. Viele ausländische Firmen sind damit gescheitert, ihr funktionierendes Geschäftsmodell aus anderen Ländern auch auf den chinesischen Markt zu projezieren. Bestes Beispiele hierzu ist das Scheitern der amerikanischen Firmen Home Depot und Best Buy, welche die Eigenheit des chinesischen Marktes und deren Konsumenten unterschätzten. Es wird daher  empfohlen, eine speziell auf den chinesischen Markt zugeschnittene Strategie zu erarbeiten und trotz den Aussichten auf ein schnelles Wachstum, einen zu voreiligen Markteintritt zu vermeiden.

Bürokratie

Ein Markteintritt birgt neben Schwierigkeiten der strategischen Planung auch bürokratische Hindernisse mit sich. Die spanische Nachrichtenagentur Libre Mercado fand bei einer Befragung europäischer Unternehmen heraus, dass sich über ein Drittel der Befragten hauptsächlich vor den bürokratischen Hürden in China wie der Beantragung von Lizenzen und Genehmigungen, abgeschreckt sehen. Zusätzlich dazu, kann mit schwierigen und langwierigen Verfahren seitens der Beantragung der Visa und Arbeitsgenehmigungen der Mitarbeiter gerechnet werden und sollte daher bei der Planung gesonderte Aufmerksamkeit erfahren.

Personalwesen

Ein entscheidender Faktor welcher den Erfolg im chinesischen Markt maßgeblich beeinflussen kann liegt selbstverständlich beim Personal. Folgende Eigenschaften sollten die in China aktiven Mitarbeiter aufweisen: Verständnis der chinesischen Geschäftspraktik, ausreichende chinesische Sprachkenntnisse, eine gutes Verständnis des zutreffenden chinesischen Marktes und Erfahrung im Aufbau eines Netzwerks mit chinesischen und ausländischen Partnern, das sogenannte guanxi. Um möglichst viele dieser Anforderungen erfüllen zu können, bietet sich für ausländische Firmen entweder die Neben der Wahl zwischen qualifiziertem internen Personal, bietet sich für ausländische Unternehmen auch die Beauftragung eines externen Partners, um möglichst viele der genannten Kriterien durch das Recruitment oder Headhunting neuer Mitarbeiter erfüllen zu können.

Verwaltung

Es muss damit gerechnet werden, dass der Verwaltungsaufwand der Mitarbeiter in China zwischen den Nationalitäten der Angestellten variieren kann. Ausländische Mitarbeiter benötigen einen deutlich größeren Verwaltungsaufwand als chinesische Mitarbeiter, da diese aufgrund von ständig ändernden Arbeitsgesetzen und bürokratischen Schwierigkeiten einer gesonderten Aufmerksamkeit der Mitarbeiterverwaltung bedürfen. Im Falle einer Anstellung ausländischer Mitarbeiter sollten folgende Dinge beachtet werden: Austellung eines Invitation Letters notwendig, komplexe und zeitaufwändige Visa Prozedur, örtliche Registrierung bei einer Polizeistelle notwendig, Ausstellung einer Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung, Erstellung der Gehaltsabrechnungen, chinesische Steuererklärung und Ausgabenverwaltung. Auf Grund der vielen Vorschriften und bürokratischen Schwierigkeiten kann INS Ihnen als erfahrener lokaler Partner in allen Fragen rund um die Verwaltung Ihrer Unternehmung zur Seite stehen, um Probleme bei der Einreise und Beschäftigung der Mitarbeiter zu vermeiden.

Konkurrenzsituation

Da bereits eine große Zahl an ausländischer Unternehmen in China aktiv ist, kann die Konkurrenzsituation in vielen Branchen und Regionen des Landes als sehr stark beschrieben werden. Des Weiteren erfreuen sich ausländische Unternehmen und derren Marken, vor allem durch ihr Sigel “Made in Germany”, weiterhin großer Beliebtheit in China. Innovation ist daher mehr denn je gefragt ist, um sich auch in Zukunft von der Konkurrenz im Markt absetzen zu können. Auch die zunehmende bevorzugte Behandlung chinesischer Unternehmen seitens der Regierung kann den ohnehin schon starken Konkurrenzkampf für ausländische Unternehmen zunehmend erschweren.

Zusammenfassend ist demnach zu sagen, dass ein gutes Verständnis dieser aufkommenden Schwierigkeiten vorausgesetzt werden muss, um in China erflogreich zu sein. Eine Zusammenarbeit mit einem lokalen Beratungsunternehmen ist nicht verpflichtend, kann sich aufgrund der komplexen Voraussetzungen aber als enorm hilfreich herausstellen. Des Weiteren gibt es dem Unternehmen die Möglichkeit, sich auf das Hauptgeschäft konzentrieren zu können um somit langfristig in China erfolgreich zu sein.