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Firmengründungen in Indien

Firmengründungen in Indien

Indien ist ein beliebtes Ziel für ausländische Investitionen, insbesondere für Unternehmen in Bereichen wie IT, Telekommunikation und Dienstleistungen. Insgesamt hat sich das Investitionsklima in Indien seit der Öffnung der Wirtschaft im Jahr 1991 immens verbessert und die ausländischen Direktinvestitionen steigen von Jahr zu Jahr kontinuierlich an.

Beim Eintritt in einen neuen Markt ist es wichtig, die verschiedenen Rechtsformen, die Ihnen als ausländischer Investor bei der Firmengründung zur Verfügung stehen, gründlich zu analysieren. In diesem Wegweiser behandeln wir die verschiedenen Arten von verfügbaren juristischen Rechtsträgern und die notwendigen Schritte zur Gründung eines Unternehmens in Indien.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Indien (Private Limited Company, Pvt Ltd)

Dies ist die bei ausländischen Investoren in Indien beliebteste Unternehmensform, da sie Unternehmern ein hohes Maß an Flexibilität auf dem Markt bietet. Eine Pvt Ltd zeichnet sich durch eine beschränkte Haftung, freie und einfache Übertragbarkeit von Aktien und der Fähigkeit, Immobilien und Vermögenswerte besitzen zu können, aus.

Gemäß der indischen Politik für ausländische Direktinvestitionen (Foreign Direct Investment, FDI) ist es für ausländische Investoren in bestimmten Branchen möglich, ein Unternehmen in Indien zu 100% zu besitzen. So bedürfen beispielsweise gemäß der „Automatic Route“ getätigte Investitionen in Sektoren wie IT, Telekommunikation und B2B-E-Commerce keiner vorherigen Genehmigung durch die indische Regierung. Für ausländische Direktinvestitionen in Geschäftsaktivitäten, die nicht unter die „Automatic Route“ fallen, ist jedoch eine vorherige Genehmigung der indischen Regierung erforderlich. Eine vollständige Liste der Geschäftszweige, die unter die „Automatic Route“ (erlaubnisbefreit) und die „Government Route“ (erlaubnisbeschränkt) fallen, finden Sie hier.

Voraussetzungen für die Gründung einer Private Limited Company (Pvt Ltd)

Um eine Pvt Ltd. zu registrieren, muss es mindestens zwei Anteilseigner und Direktoren geben. Ein Anteilseigner kann eine natürliche oder juristische Person sein, jedoch können nur natürliche Personen die Rolle des Direktors übernehmen. Außerdem muss mindestens ein Direktor indischer Staatsbürger und in Indien ansässig sein. Die Direktoren und Anteilseigner müssen ihre persönlichen Angaben in die entsprechenden öffentlichen Register eintragen lassen.

Mit dem „Companies Amendment Act“ von 2015 wurden die Mindestkapitalanforderungen für die Gründung privater, als auch öffentlich handelbarer Unternehmen in Indien gestrichen.

Öffentliche Kapitalgesellschaft in Indien (Public Limited Company, Ltd)

Nach dem Unternehmensgesetz von 2013 bezieht sich der Begriff „Öffentliche Kapitalgesellschaft“ auf Unternehmen, die nicht in Privatbesitz sind. Eine Öffentliche Kapitalgesellschaft ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die Aktien für den allgemeinen Erwerb ausgibt. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die indische Regierung ist es Investoren möglich, ihre privaten Gesellschaften in öffentliche Gesellschaften umzuwandeln, wenn sie wachsen.

Voraussetzungen für die Gründung einer Kapitalgesellschaft in Indien (Ltd)

Eine solche Kapitalgesellschaft erfordert mindestens drei Direktoren und sieben Anteilseigner. Es gibt keine Obergrenze für die Anzahl der Anteilseigner bei dieser Unternehmensform. Die Aktien einer Öffentlichen Kapitalgesellschaft werden zum allgemeinen Verkauf angeboten und daher müssen Unternehmen dieser Art spezifische gesetzliche Bestimmungen einhalten. Zur Prüfung des Unternehmens ist ein Wirtschaftsprüfer oder ein Gesellschaftsverwalter erforderlich, der innerhalb von 6 Monaten nach Ende jeden Finanzjahres den indischen Behörden einen genauen Jahresabschluss vorlegen muss.

Partnerschaft mit beschränkter Haftung in Indien (Limited Liability Partnership, LLP)

Eine LLP kombiniert den Vorteil einer beschränkten Haftung mit der Flexibilität einer Partnerschaft. Es ist auch möglich, ausländische Direktinvestitionen im Rahmen der „Automatic Route“ zu tätigen, wenn eine LLP für den Markteintritt genutzt wird. Dies macht sie zu einer beliebten Option für Investoren, die Zugang zum indischen Markt suchen.

Voraussetzungen für die Gründung einer Partnerschaft mit beschränkter Haftung in Indien (LLP)

Eine LLP muss mindestens zwei designierte Partner haben, die natürliche Personen sind und von denen mindestens einer seinen Wohnsitz in Indien hat. Es ist kein Mindestkapital für LLPs erforderlich.

Alternative Unternehmensformen

Neben der Firmengründung in Indien können Ausländer auch Geschäfte im Land tätigen, indem sie einen der folgenden alternativen Rechtsträger verwenden:

Joint Venture in Indien (JV)

Ein Joint Venture in Indien ist eine Partnerschaft zwischen zwei oder mehreren Personen (natürliche oder juristische Personen), die eine Vereinbarung treffen, um gemeinsam Geschäfte zu tätigen oder an einem bestimmten Geschäftsprojekt zu arbeiten. In Indien gibt es keine expliziten Gesetze, die Joint Ventures regeln und sie unterliegen daher denselben Bestimmungen wie andere Rechtsträger.

Projektbüro in Indien (Project Office, PO)

Ausländische Unternehmen, die spezifische, zeitlich begrenzte Projekte in Indien durchführen, können ein Projektbüro einrichten. Diese Art von Einrichtung ist ideal für Unternehmen, die ihre Präsenz im Land für eine begrenzte Zeitdauer aufbauen möchten. Sie gelten als temporäre Geschäftsunternehmen, denn sobald das Projekt abgeschlossen ist, wird das Unternehmen aufgelöst. Es ist üblich, dass sich Unternehmen in der Bau-, Entwicklungs- und Ölindustrie für diesen Rechtsform entscheiden. Ein ausländisches Unternehmen kann ein Projektbüro in Indien (PO) eröffnen, vorausgesetzt, es hat von einem indischen Unternehmen einen Auftrag zur Durchführung eines Projekts im Land erhalten. Ein Projektbüro in Indien (PO) darf Gewinne aus dem Projekt nach Abzug der anfallenden Steuern aus Indien abführen.

Repräsentanzbüro (RO) oder Verbindungsbüro

Ein Repräsentanzbüro in Indien (auch als Verbindungsbüro bekannt) ist eine risikoarme Möglichkeit, mit der eine ausländische Dachgesellschaft eine Geschäftspräsenz im Land aufbauen kann. Repräsentanzbüros in Indien können nur Verbindungstätigkeiten übernehmen, d.h. als Verbindungsstelle zwischen dem Hauptsitz der Muttergesellschaft und den entsprechenden Geschäftskontakten in Indien fungieren. Als solche beschränkt sich die Rolle eines Repräsentanzbüros in Indien darauf, Informationen über den Markt zu sammeln und potenzielle indische Kunden über die Produkte des Unternehmens zu informieren.

Um eine Repräsentanz in Indien zu gründen, muss die Stammfirma Nachweise darüber vorlegen, dass sie in ihrem Heimatland innerhalb der letzten drei Jahre Gewinne erwirtschaftet hat und über ein Eigenkapital von nicht weniger als 50.000 USD verfügt.

Zweigniederlassung in Indien

Eine Zweigstelle in Indien bietet mehr Flexibilität als ein Repräsentanzbüro. Im Gegensatz zu einem RO kann eine Zweigstelle in Indien Umsätze erzielen und ein breiteres Spektrum an Geschäften tätigen, einschließlich des Im- und Exports von Waren und der Bereitstellung von Beratungsdienstleistungen, etc. Der Name der Zweigniederlassung muss dazu mit dem Namen der ausländischen Muttergesellschaft übereinstimmen.

Um eine Zweigniederlassung in Indien zu gründen, muss die Muttergesellschaft in den unmittelbar vorangegangenen fünf Jahren im Heimatland Gewinne erwirtschaftet haben und ein Eigenkapital von nicht weniger als 100.000 USD aufweisen.

Arbeitnehmerüberlassung mit einer PEO-Lösung Eine Alternative zum Eintritt in den indischen Markt

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