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Gehaltsabrechnung und Steuern in Belgien

Die Verwaltung der Lohn- und Gehaltsabrechnung ist ein Aspekt, der bei der Unternehmensführung oft übersehen wird. Dabei ist es äußerst wichtig, dass Ihre Mitarbeiter korrekt und pünktlich bezahlt werden und dass die vorgeschriebenen Steuern und Sozialabgaben berücksichtigt werden. In Belgien ist die Verwaltung der Gehaltsabrechnung besonders wichtig, da Ihr Unternehmen sicherstellen muss, dass es im Einklang mit den lokalen Gesetzen und Vorschriften im Land operiert (Compliance).

Gehaltsabrechnung in Belgien

Die Steuersätze in Belgien gehören zu den höchsten in Europa. Daher müssen bei der Verwaltung der Lohn- und Gehaltsabrechnung in Belgien eine Reihe von Abgaben und Posten berücksichtigt werden. Zu diesen Abgaben gehören Sozialversicherungsbeiträge, Einkommenssteuer und andere Steuern wie kommunale oder regionale Steuern. Unternehmen müssen auch die Körperschaftssteuer, die Mehrwertsteuer und andere Abzüge beachten, die möglicherweise anfallen.

Sozialversicherungsbeiträge in Belgien

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sind verpflichtet, Beiträge zur Sozialversicherung zu leisten. Arbeitnehmer müssen 13,07% ihres Bruttolohns in die Sozialversicherung einzahlen, wobei es keine Beitragsobergrenze gibt. Ausländische Arbeitnehmer, die für einen kurzen Zeitraum oder für ein zeitlich begrenztes Projekt in Belgien beschäftigt sind und weiterhin Beiträge in die Sozialversicherung ihres Heimatlandes einzahlen, können von der Sozialversicherungspflicht in Belgien befreit werden.

Arbeitgeber müssen derzeit einen Beitrag von etwa 27 % leisten, der möglicherweise nach und nach auf einen Satz von 25 % gesenkt wird.

Einkommensteuer

In Belgien ansässige Personen (unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit) müssen auf ihr gesamtes weltweites Einkommen Einkommenssteuer zahlen, die nach einem progressiven Steuersatz besteuert wird. Gebietsfremde werden nur auf die in Belgien erzielten Einkünfte besteuert.

Die persönliche Einkommensteuer (PE) wird durch die Berechnung der Steuerbemessungsgrundlage und des darauf basierenden, zu versteuernden Einkommens ermittelt. Die PE wird nach einem progressiven Schlüssel erhoben.

Steuerpflichtiges Einkommen von Gebietsfremden

Es gibt bestimmte Arten von Einkünften, die bei der Überweisung von einer steuerrechtlich in Belgien gebietsansässigen Person an eine steuerrechtlich gebietsfremde Person steuerpflichtig sind. Diese Klausel des belgischen Einkommensteuergesetzes gilt speziell für Zahlungen an Gebietsfremde, sofern die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Einkünfte stammen aus der Erbringung einer Dienstleistung.
  • Die Einkünfte stellen einen Profit oder einen Zugewinn für den Gebietsfremden dar.
  • Es besteht eine direkte oder indirekte Verbindung zwischen dem gebietsfremden Leistungserbringer und der gebietsansässigen Gegenpartei.
  • Die erbrachten Dienstleistungen fallen in den Bereich der eigenen Geschäftstätigkeit, der Tätigkeit einer Körperschaft, eines Steuerzahlers oder einer belgischen Niederlassung.

Körperschaftsteuer

Im Allgemeinen wird die Bemessungsgrundlage für die Körperschaftssteuer nach dem Prinzip der Periodenabgrenzung ermittelt, wobei das weltweite Einkommen eines Unternehmens nach Zahlung der entsprechenden Abzüge berücksichtigt wird. Die Körperschaftssteuer beträgt 25%, sowohl für belgische Unternehmen (die der belgischen Körperschaftssteuer unterliegen) als auch für Privatpersonen ausländischer Unternehmen in Belgien (die der Körperschaftssteuer für Gebietsfremde) unterliegen.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) profitieren von einem reduzierten Körperschaftsteuersatz von 20% auf die ersten 100.000€ Gewinn.

Bei der Festsetzung des endgültigen Steuerbetrags ist außerdem ein Zuschlag zu entrichten. Dieser Zuschlag kann jedoch vermieden werden, wenn entsprechende Steuervorauszahlungen in ausreichender Höhe geleistet wurden. Seit 2020 beträgt dieser Zuschlag 6,75%.

Mindeststeuerbasis

Für Unternehmen, deren steuerpflichtiger Gewinn eine Million Euro übersteigt, gilt durch die Begrenzung bestimmter Freibeträge eine Mindeststeuerbasis. Steuerliche Freibeträge dürfen nur auf maximal 70% des Gewinns über dem Schwellenwert von einer Million Euro angewandt werden, während die verbleibenden 30% in vollem Umfang mit dem normalen Steuersatz besteuert werden. In anderen Kategorien sind die Freibeträge komplett anwendbar.

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