Geschäfte in Frankreich machen
Geschäfte in Frankreich machen

Informationen über Frankreich

Frankreich ist bei vielen Menschen auf der ganzen Welt für seine lange Geschichte und traditionsreiche Kultur bekannt. Als größtes Land der Europäischen Union (EU) ist Frankreich eines der beliebtesten Ziele für Auslandsinvestitionen in Europa. Das Land verfügt über eine gut entwickelte Wirtschaft und bietet ein unternehmerfreundliches Umfeld mit einem Rechtssystem, das den EU-Standards folgt. Zwar weisen viele Schwellenländer ein hohes Wachstumspotenzial auf, aber Frankreich ist weiterhin eine der führenden Nationen der Welt in Bezug auf das BIP und Handel.

Wie gründet man ein Unternehmen in Frankreich?

Es gibt viele Gründe, warum Unternehmen nach Frankreich expandieren oder dort eine Firma gründen möchten. Zum einen verfügt Frankreich über einen großen Markt mit mehr als 65 Millionen Konsumenten, welcher der zweitgrößte in der EU (hinter Deutschland) und der viertgrößte in Europa ist. Abgesehen von der großen Kundenbasis verfügt Frankreich auch über eine erstklassige Infrastruktur, eine hochproduktive Arbeiterschaft und verzeichnet niedrige Gründungskosten. Die diversifizierte Wirtschaft und der dynamische Dienstleistungssektor sowie das hohe Bruttoinlandsprodukt machen Frankreich zu einem idealen Standort für Unternehmen, die die Region erschließen wollen.

Rechtssystem in Frankreich

Das Rechtssystem in Frankreich basiert auf dem Zivilrecht mit Gesetzbüchern, Statuten und Fallrecht. Das derzeitige Verwaltungsrechtssystem ist unter dem Namen „Code Napoleon“ bekannt und wurde von Napoleon eingeführt. Der napoleonische Code regelt alle Zweige des französischen Rechts, dazu gehören der „Code Civil“, der „Code Penal“ und der „Code Fiscal.“

Gesetzliche Feiertage in Frankreich

Nachfolgend sind die offiziellen nationalen Feiertage in Frankreich aufgeführt:

  • Neujahrstag (1. Januar)
  • Ostern
  • Tag der Arbeit
  • Tag des Sieges
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Französischer Nationalfeiertag
  • Maria Himmelfahrt
  • Allerheiligen
  • Tag des Waffenstillstands
  • 1. Weihnachtsfeiertag

**Hinweis: Es gibt weitere lokale Feiertage in den verschiedenen Regionen Frankreichs.

Unternehmensformen in Frankreich

Es gibt verschiedene mögliche Rechtsformen für Unternehmen, die in Frankreich eine Firma gründen oder dorthin expandieren wollen. Dazu gehören Société a resonsabilité limitée (SARL), Enterprise individuelle (EI), Société en norm collectif (SNC), Société anonyme (SA) und Société par actions simplifiée (SAS).

  • SARL – Diese entspricht in etwa einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Deutschland
  • EI – Dies ist eine Einpersonengesellschaft in Frankreich. In dieser Gesellschaftsform ist kein Mindestkapital erforderlich und der Einzelunternehmer ist für alle Schulden und Verbindlichkeiten haftbar.
  • SNC – Eine SNC ist eine offene Handelsgesellschaft. Für die Gründung einer SNC sind mindestens zwei Partner erforderlich und es gelten keine Mindestkapitalanforderungen.
  • SA – Dies ist das Äquivalent zu einer Aktiengesellschaft. Sie erfordert mindestens 7 Gesellschafter und ein Stammkapital von 37.000 €.
  • SAS – Diese Art von Unternehmen entspricht einer Limited Legal Company in den USA und wird auf Deutsch als „Vereinfachte Aktiengesellschaft“ bezeichnet. Während sie einer SA ähnlich ist, bietet sie mehr Flexibilität und unterliegt weniger strengen Anforderungen.

Arbeitszeiten in Frankreich

Die Arbeitszeit für Vollzeitbeschäftigte beträgt nach dem französischen Arbeitsgesetzbuch 35 Stunden pro Woche. Im Rahmen von Gesetzesänderungen ist es für Arbeitgeber möglich, Arbeitnehmer gegen einen finanziellen Mehrbetrag bis zu 39 Stunden pro Woche arbeiten zu lassen. Der Lohnzuschlag muss durch Tarifverhandlungen festgelegt werden und mindestens 10 % des regulären Lohns betragen. Die Arbeitnehmer können auf ihre Rechte aus den gesetzlichen Bestimmungen nicht vertraglich verzichten. In größeren Unternehmen können jedoch leitende Angestellte und Führungskräfte innerhalb eines Unternehmens von der festgelegten Höchstarbeitszeit ausgenommen werden. Abgesehen von der Ausnahme für leitende Angestellte und Führungskräfte gibt es nach dem Gesetz einige Einschränkungen, die bei der Berechnung der Arbeitszeit gelten:

  • Jeder Arbeitnehmer hat per Gesetz Anspruch auf einen ungestörten Ruhetag pro Woche, in der Regel am Sonntag.
  • Prinzipiell muss ein Arbeitnehmer mindestens 11 Stunden Ruhezeit pro Tag haben und zwar ununterbrochen.
  •  Die Arbeitszeit ist auf 48 Stunden und in Ausnahmefällen auf 60 Stunden pro Woche begrenzt.
  • Die durchschnittliche Arbeitszeit darf in einem Zeitraum von 12 aufeinanderfolgenden Wochen 44 Stunden pro Woche nicht überschreiten.

Urlaub in Frankreich

Jahresurlaubs in Frankreich

Nach französischem Recht haben Arbeitnehmer Anspruch auf mindestens fünf Wochen bezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den gesetzlichen Feiertagen. Zusätzliche bezahlte Urlaubstage können durch Tarifverhandlungen ausgehandelt werden und gelten für Mitarbeiter, die eine bestimmte Anzahl von Dienstjahren erreicht haben oder für besondere familiäre Anlässe.

Krankenurlaub in Frankreich

Das französische Arbeitsrecht sieht vor, dass Arbeitnehmer, die krankheits- oder verletzungsbedingt ausfallen, für bis zu 90 Tage Anspruch auf Lohnfortzahlung (unter Berücksichtigung der Sozialversicherungsbeiträge) haben, vorausgesetzt:

  • Der Arbeitnehmer hat bereits mindestens ein Jahr lang beim Arbeitgeber gearbeitet.
  • Der Arbeitnehmer ist sozialversichert.
  • Ein ärztliches Attest wird innerhalb von 48 Stunden vorgelegt.
  • Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf medizinische Versorgung.

Arbeitnehmer, die aufgrund einer Verletzung oder Krankheit ausfallen und ein ärztliches Attest vorlegen, können ihren Arbeitsvertrag so lange ruhen lassen, bis sie in der Lage sind, die Arbeitstätigkeit wieder aufzunehmen. Sofern es nicht notwendig ist, den kranken Arbeitnehmer durch einen anderen Arbeitnehmer zu ersetzen, kann der kranke oder verletzte Arbeitnehmer während dieser Zeit nicht entlassen werden.

Gesundheitsversorgung in Frankreich

Das Gesundheitssystem in Frankreich besteht aus einem integrierten Netzwerk von privaten und öffentlichen Krankenhäusern sowie verschiedenen medizinischen Dienstleistern. Es verfolgt das Ziel, eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle französischen Bürger zu gewährleisten.

Öffentliche Gesundheitsversorgung

Frankreich hat den Ruf, ein starkes öffentliches Gesundheitssystem zu besitzen. Um die Vorteile des öffentlichen Gesundheitswesens in Frankreich nutzen zu können, müssen sich Expats dafür registrieren lassen. Viele Arbeitgeber melden ihre ausländischen Angestellten beim französischen Gesundheitssystem an, allerdings liegt es in der Verantwortung des Arbeitnehmers, dass dies ordnungsgemäß geschieht. Die öffentlichen Krankenhäuser in Frankreich sind als „hôpitaux“ bekannt und bieten Zugang zu einer Reihe von Spezialisten. Den Menschen, die diese öffentliche Gesundheitsfürsorge in Anspruch nehmen, wird nur ein kleiner Teil der Kosten ihres Krankenhausaufenthaltes in Rechnung gestellt. In der Regel wird der größte Teil der Kosten von der staatlichen Krankenkasse übernommen. Das Gesundheitssystem wird durch Beiträge von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und der Zentralregierung finanziert.

Private Gesundheitsversorgung

Obwohl Frankreich ein sehr gutes öffentliches Gesundheitssystem hat, gibt es auch private Krankenversicherungen für diejenigen, die solche Dienste in Anspruch nehmen möchten. Eine private Krankenversicherung erlaubt es den Versicherten üblicherweise, „cliniques“, die vergleichbar mit privaten Krankenhäusern sind, aufzusuchen. Expats aus Nicht-EU-Ländern, die nicht in das öffentliche französische Gesundheitssystem einzahlen, müssen für ihren Aufenthalt in Frankreich eine private Krankenversicherung abschließen.

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