//Selbstständig (Freelancer) ohne Unternehmensgründung in China arbeiten

Selbstständig (Freelancer) ohne Unternehmensgründung in China arbeiten

Nach wie vor bietet China branchenübergreifend für sämtliche deutsche Unternehmen die aussichtsreichsten Zukunftschancen auf ein nachhaltiges Wachstum. Neben den seit Jahrzehnten präsenten multinationalen Konzernen lassen sich seit einigen Jahren vermehrt auch deutsche Mittelständler sowie Kleinunternehmen in Form eines Repräsentanzbüros oder einer Tochterfirma in bekannten Wirtschaftszentren wie Peking, Shanghai oder Shenzhen nieder. Die Nachfrage nach Produkten mit dem Schriftzug Made-in-Germany steht nach wie vor für hohe Qualität und verzeichnet einen starken Anstieg. Zusätzlich erfahren auch deutsche Dienstleistungen wie z.B. Beratungstätigkeiten, sowohl für chinesische Unternehmen als auch für ansässige westliche Unternehmen, steigender Beliebtheit und bieten Selbstständigen attraktive Chancen und Möglichkeiten in China. Der folgende Artikel stellt die zwei Möglichkeiten dar, selbstständig in China arbeiten zu können.

Da die Gründung eines Representative Offices seit Jahren vor allem durch starke Limitationen im Geschäftsalltag immer weniger Zuspruch findet, hat sich die Gründung einer sogenannten WFOE/WOFE (Wholly Foreign-Owned Enterprise) in den letzten Jahren zur bevorzugten Form ausländischer Unternehmen für eine Expansion nach China entwickelt. Der Gründungsprozess muss jedoch als zeitaufwändig und kapitalintensiv betrachtet werden, da dieser den Einsatz eines hohen Kapitalbetrags voraussetzt. Jener Betrag ähnelt der Pflichteinlage einer deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Die Gründung ist für westliche Unternehmen ausschließlich mit Hilfe eines lokalen Unternehmens zu bewältigen, da dies als Sponsor sämtliche Gründungsunterlagen bei den jeweiligen Behörden vorzulegen hat. Es sollte daher eine erfahrene Unternehmensberatung oder Anwaltskanzlei vor Ort beauftragt werden, zumal sich auch die Abgabe falscher oder lückenhafter Dokumenten negativ auf den Gründungsprozess sowie zukünftige Geschäftsaktivitäten auswirken kann. Diese Form der Unternehmensgründung ist vor allem auf ein langfristiges Engagement im chinesischen Markt ausgelegt. Nach dem Selbstständige meist jedoch nur damit planen, wenige Jahre einer Tätigkeit in China nachzugehen, scheint sich die Gründung einer Unternehmung vor Ort in den meisten Fällen als falsche Wahl für viele Unternehmer herauszustellen.

Eine Alternative, um selbstständig in China arbeiten zu können und auch ohne Unternehmensgründung seiner Geschäftstätigkeit nachzugehen, wird seitens lizenzierten und darauf spezialisierten Personalfirmen, sogenannten Professional Employment Organizations (PEO), angeboten.  Diese stellen den Selbstständigen in deren Unternehmen ein und sind sowohl für die Beschaffung der Arbeitserlaubnis- und  des Arbeitsvisums als auch für die administrative Verwaltung des Selbstständigen zuständig. Unter anderem beinhaltet sind dabei die Registrierung bei sämtlichen Steuerbehörden und Sozialversicherungsträgern, die Erstellung eines Arbeitsvertrags unter Einhaltung gültiger Normen und Gesetze der PRC, die monatliche Lohnbuchhaltung, die Berechnung der Nettovergütung, der Einkommenssteuer und der Sozialabgaben. Es ist zu erwähnen, dass die Ausstellung von chinesischen Rechnungen, sogenannten Fapiaos, den Abschluss von Geschäften vereinfacht und meist von lokalen Unternehmen vorausgesetzt wird, da es diesen den Vorsteuerabzug ermöglicht. Aufgrund einer fehlenden lokalen Struktur ist es Selbstständigen jedoch nicht möglich, eigenständig Rechnungen an deren chinesischen Kunden z.B. für Beratungsdienstleistungen auszustellen. In diesem Zusammenhang beinhaltet das Leistungsspektrum einer PEO ebenfalls einen Invoicing Service. Hierbei stellt diese die Rechnungen im Auftrag des Selbstständigen an dessen Kunden aus. Der Selbstständige kann sich demnach vollkommen auf das operative Geschäft und den Ausbau seiner Tätigkeiten in China konzentrieren, ohne sich um die ständig ändernden Gesetze, Regelungen und um die Rechnungsaustellung Gedanken machen zu müssen.

Als in Shanghai ansässige Unternehmensberatung betreute INS Consulting bereits über 300 westliche Unternehmen bei deren Expansionsplänen im chinesischen Markt. Das deutsche Team kümmert sich neben der Anstellung von Ausländern um selbstständig in China arbeiten zu können auch um die strategische Expansionsplanung, die Firmengründung vor Ort, das Recruiting von lokalen Spitzenkräften und Anstellung von Mitarbeitern im Namen des ausländischen Unternehmens. Zu den bekanntesten Kunden gehören unter anderem British Petroleum (BP), Toshiba, Accor Hotel Gruppe, Caterpillar und sämtliche Unternehmen der Schunk Gruppe.

2018-05-21T11:13:24+00:00 Mai 17th, 2018|

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