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Arbeitsvisa für China (Z)

Arbeitsvisa für China (Z)

China hat sich in jüngster Zeit nicht nur für chinesische Staatsbürger, sondern auch für Ausländer zu einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten entwickelt. Als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt gehen viele Ausländer nach China, um ihre Karriere voranzutreiben oder Geschäfte zu tätigen. Für Ausländer, die nach China übersiedeln wollen, ist es wichtig, dass sie das richtige Visum und eine Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Arbeitsvisa für China (Z)

Um mehr ausländisches Talent anzulocken, hat China vor kurzen eine offenere und effizientere Visapolitik eingeführt. Der Visumsprozess wurde stark vereinfacht, indem Anforderungen und Abläufe klarer gestaltet wurden.

Dabei muss zwischen Antragstellern im Ausland und in China unterschieden werden, da die Antragsverfahren und die erforderlichen Dokumente für beide Gruppen unterschiedlich sind.

Grundvoraussetzungen für ein Arbeitsvisum in China (Z)

Um sich für ein Arbeitsvisum für China zu qualifizieren, muss der Antragsteller die folgenden Grundvoraussetzungen erfüllen:

  • Über 18 Jahre alt sein;
  • Gesund sein und keine ansteckenden Krankheiten haben;
  • Einen gültigen Pass besitzen;
  • Keine Vorstrafen vorweisen;
  • Ein valides Arbeitsangebot von einem Unternehmen in China haben.

Wie beantragt man ein Arbeitsvisum für China im eigenen Heimatland?

  1. Stellen Sie die nötigen Unterlagen zusammen.
  2. Beantragen Sie im Internet das „Benachrichtigungsschreiben für die Arbeitserlaubnis von Ausländern.“ (foreigner‘s work permit notification letter)
  3. Beantragen Sie ein Arbeitsvisum für China bei der lokalen chinesischen Botschaft bzw. Konsulat.
  4. Dem Antragsteller ist die Einreise nach China gestattet.
  5. Sobald Sie in China angekommen sind, beantragen Sie eine Aufenthaltsgenehmigung.
  6. Mit der Aufenthaltsgenehmigung können Sie dann eine Arbeitserlaubnis beantragen.

1. Erforderliche Unterlagen für ein Arbeitsvisum in China (Z)

  1. Ein gültiger Reisepass (mit mindestens 12 Monaten Gültigkeit);
  2. Mindestens 2 leere Seiten im Reisepass;
  3. Nachweis des höchsten akademischen Abschlusses;
  4. Legalisierte und beglaubigte Kopie des Abschlusses;
  5. Ein legalisiertes polizeiliches Führungszeugnis;
  6. Nachweis vorheriger Beschäftigung;
  7. Ausgefüllte Visaantragsformulare (V2 und V2bis);
  8. Gültiger Arbeitsvertrag vom Arbeitgeber in China;
  9. 2 Passfotos.

2. Benachrichtigungsschreiben für die Arbeitserlaubnis von Ausländern in China

Um ein Arbeitsvisum für China zu erhalten, muss zuerst das „Benachrichtigungsschreiben für die Arbeitserlaubnis von Ausländern“ beantragt werden. Hierbei handelt es sich um ein Schreiben der chinesischen Behörden, das besagt, dass ein Antragsteller berechtigt ist, in China zu arbeiten. Um dieses Schreiben zu erhalten, müssen die erforderlichen Unterlagen vom chinesischen Arbeitgeber beim Arbeitsministerium eingereicht werden. Das Benachrichtigungsschreiben zu erhalten, dauert etwa 3-4 Wochen.

Die folgenden Dokumente sind für die Beantragung des Benachrichtigungsschreibens über eine Arbeitserlaubnis erforderlich

  • Studienabschluss/Diplom (legalisiert und beglaubigt)
  • Polizeiliches Führungszeugnis (legalisiert und beglaubigt)
  • Nachweis über mindestens zweijährige Arbeitserfahrung im Bereich der geplanten Anstellung.
  • Lebenslauf des Antragstellers
  • Arbeitsvertrag
  • Gesundheitsnachweis
  • Geschäftslizenz des Arbeitgebers
  • Firmensiegel

3. Beantragung eines Arbeitsvisums für China

Sobald das „Benachrichtigungsschreiben über die Arbeitserlaubnis von Ausländern“ vorliegt, kann der Antragsteller das chinesische Arbeitsvisum (Z-Visum) bei der örtlichen Visastelle oder der chinesischen Botschaft (je nach Ort) beantragen.

4. Antragsteller darf nach China einreisen

Der Antragsteller kann dann legal nach China einreisen. Das Visum ist 3 Monate gültig. Nach der Einreise nach China muss der Antragsteller jedoch 30 Tage lang ununterbrochen in China bleiben. In dieser Zeit muss die Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis beantragt werden.

5. Beantragung der Aufenthaltserlaubnis

Nach der Einreise muss der Antragsteller eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen, die ihm den Aufenthalt in China zu Arbeitszwecken erlaubt. Die Gültigkeitsdauer der Aufenthaltserlaubnis hängt vom Aufenthaltsort in China ab.

6. Beantragung der Arbeitserlaubnis

Sobald ein Antragsteller eine Aufenthaltserlaubnis erhalten hat, kann er/sie eine chinesische Arbeitserlaubnis beantragen, die eine legale Arbeitsaufnahme im Land erlaubt. In der Regel beantragt der Arbeitgeber die Arbeitserlaubnis im Namen des Antragstellers.

Abstufungen der chinesischen Arbeitserlaubnis

In den letzten Jahren hat die chinesische Regierung das Verfahren zur Beantragung von Arbeitserlaubnissen in China vereinfacht. So wurde seit 2017 die „Arbeitserlaubnis für Ausländer“ eingeführt, wodurch die Notwendigkeit einer separaten Arbeitsaufnahmeerlaubnis und eines Zertifikats für ausländische Experten entfiel. Die neue Regelung sieht eine Abstufung der Arbeitserlaubnis vor, die von der Qualifikation und den Fähigkeiten des Antragstellers abhängt. Es gibt drei Kategorien:

  • Kategorie A: hochqualifizierte Fachkräfte
  • Kategorie B: professionelle Arbeiter
  • Kategorie C: Geringqualifizierte

Kategorie A: Hochqualifizierte Fachkräfte

Dies ist die höchste Kategorie der Arbeitserlaubnisse in China. Die folgenden Personen gelten als hochqualifizierte Antragsteller:

  • Großverdiener, d.h. Personen, die 50.000 RMB oder mehr pro Monat verdienen.
  • Empfänger von renommierten internationalen Auszeichnungen.
  • Etablierte Unternehmer
  • Bestimmte Personen, die in von der chinesischen Regierung als essentiell eingestuften Bereichen tätig sind.
  • Personen, die einen Doktortitel von einer der 500 besten Universitäten der Welt oder von einer renommierten Universität in China vorweisen können.

Kategorie B: Professionelle Arbeiter

  • Die meisten Bewerber fallen in die Kategorie B. Sie müssen zwischen 18 und 60 Jahre alt sein. Die folgenden Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um in die Kategorie B eingestuft zu werden:
  • Der Bewerber muss über einen Bachelor-Abschluss (oder eine höhere Qualifikation) und mindestens 2 Jahre Vollzeit-Arbeitserfahrung im entsprechenden Bereich der zukünftigen Arbeitsstelle verfügen; oder
  • Der Bewerber muss ein „ausgezeichneter“ Absolvent mit einem Master-Abschluss von einer der 100 besten Universitäten der Welt oder von einer bekannten chinesischen Universität sein.

Kategorie C: Geringqualifizierte

Die Kategorie C steht Antragstellern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren offen. Ein Antragsteller kann unter einem der folgenden Umstände eine Arbeitserlaubnis in China der Kategorie C erhalten. Der Antragsteller:

  • Besitzt einen Bachelor-Abschlusses oder eine höherwertige Qualifikation einer Universität in Shanghai und ist bei einem Unternehmen beschäftigt, das im Zhangjiang High Tech Park oder in der Freihandelszone von Shanghai registriert ist;
  • Besitzt einen Master-Abschluss oder eine höherwertige Qualifikation einer Universität in China mit einem durchschnittlichen Abschluss von über 80% und ist bei einem in Shanghai registrierten Unternehmen beschäftigt.
  • Ist ein Praktikant im Rahmen des „French Intern 1000 Plan“. 

Berechnung der Qualifikationspunkte

Als Alternative zur Qualifizierung in einer der oben genannten Kategorien können sich Antragsteller auch über ein Punktesystem für die Kategorie B oder A qualifizieren.

  • Kategorie A = 85 Punkte
  • Kategorie B = 60 Punkte

Die Punkte werden wie folgt berechnet:

Arbeitsvisa für China (Z)

Gültigkeit und Beglaubigung von Unterlagen

Bestimmte Dokumente müssen nun auch legalisiert und beglaubigt werden, bevor sie von den chinesischen Behörden akzeptiert werden und Genehmigungen ausgestellt werden können. Sowohl das polizeiliche Führungszeugnis als auch der akademische Abschluss eines Antragstellers müssen legalisiert und beglaubigt werden.

Polizeiliches Führungszeugnis

Polizeiliches Führungszeugnis muss im Heimatland des Antragstellers sowie von der chinesischen Botschaft dieses Landes legalisiert werden. Wenn sich ein Antragsteller bereits in China befindet, muss ein Antrag im Heimatland im Namen des Antragstellers ausgefüllt und anschließend nach China geschickt werden. Wenn ein Antragsteller seine Fingerabdrücke vorlegen muss, um sein polizeiliches Führungszeugnis zu erhalten, kann dies in der Regel bei dem Konsulat/der Botschaft oder einem vom Heimatland des Antragstellers anerkannten zertifizierten Vertreter geschehen.

Legalisierung des akademischen Abschlusses

 Obwohl es einen Service im Internet gab, der es Antragstellern ermöglichte, einen Studienabschluss verifizieren zu lassen, wird dies nicht von allen lokalen Arbeitsministerien in China akzeptiert. Daher wird im Allgemeinen empfohlen, dass ein Antragsteller den entsprechenden Legalisationsprozess des Heimatlandes befolgt. Obwohl das Verfahren von Land zu Land unterschiedlich sein kann, muss die Legalisation immer durch die chinesische Botschaft in dem jeweiligen Land stattfinden.

Wie kann INS Global Ihnen weiterhelfen?

Der Erhalt eines Arbeitsvisums in China kann ein recht langwieriger und komplizierter Prozess sein. Da sich die Vorschriften ständig ändern, stellt die Beantragung für Unternehmen, die ausländische Mitarbeiter in China einstellen wollen, eine ziemliche Herausforderung dar.

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