Wie gründet man ein Unternehmen in Japan?
Wie gründet man ein Unternehmen in Japan?

Wir helfen Ihnen, Ihr Geschäft in Japan aufzubauen. Mit unserer umfassenden Unterstützung und Beratung ebnen wir Ihnen den Weg zum weltweiten Geschäftserfolg.

Inhaltsverzeichnis

  • Einführung zu Japan
  • Gesetzliche Feiertage in Japan
  • Arbeitszeiten
  • Überstunden
  • Ruhezeit
  • Urlaubsanspruch
  • Mutterschaftsurlaub in Japan
  • Krankenurlaub in Japan
  • Kündigung und Abfindung
  • Visa für Japan
  • Gesundheitsversorgung
  • Steuern in Japan
  • Zusatzinformationen
  • Warum INS Global wählen?

Das Geschäftsumfeld in Japan

Bekannt für seine Vorreiterrolle bei Innovationen und Zukunftstechnologie, bietet Japan westlichen Unternehmen in vielen Branchen interessante Möglichkeiten. Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist das Land besonders für die Automobilindustrie attraktiv, aber auch für den Einzelhandel, Biotechnologie und IT. Japan exportiert jedes Jahr Produkte im Wert von mehr als 640 Milliarden Dollar, wobei 100 Milliarden Dollar davon auf Autos und rund 30 Milliarden Dollar auf Fahrzeugersatzteile entfallen. Im Vergleich zu anderen Ländern in der Region besitzt Japan einen hoch entwickelten Industriemarkt und bietet damit ein hervorragendes Umfeld für das Testen von neuen Produkten in Asien. Laut Berichten von JETRTO, der japanischen Außenhandelsorganisation, nimmt die Kooperation zwischen ausländische Unternehmen mit japanischen Firmen bei der Entwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen mit jedem Jahr zu. Der Zeitpunkt ist also optimal, um auf den japanischen Markt zu expandieren.

Die richtige Strategie und der richtige Partner ermöglichen es ausländischen Unternehmen, die Chancen von Japans florierendem Markt für sich zu nutzen.

Wie gründet man ein Unternehmen in Japan?

Geschäfte in Japan machen Wissenswertes

Gesetzliche Feiertage

In Japan gibt es insgesamt 16 landesweite gesetzliche Feiertage. Arbeitgeber in Japan sind rechtlich nicht verpflichtet, ihren Arbeitnehmern an diesen Feiertagen frei zu geben, dennoch ist es üblich.

  • Neujahrstag (1. Januar)
  • Tag der Mündigkeitserklärung
  • Gedenktag der Staatsgründung
  • Geburtstag des Kaisers
  • Frühlingsanfang
  • Shōwa-Tag
  • Verfassungsgedenktag
  • Tag des Grüns
  • Kindertag
  • Tag des Meeres
  • Tag des Berges
  • Tag der Ehrung der Alten
  • Herbstanfang
  • Tag des Sports
  • Tag der Kultur
  • Arbeitsdank-Tag

Arbeitszeiten in Japan

Eine reguläre Arbeitswoche in Japan geht von Montag bis Freitag mit insgesamt 40 Arbeitsstunden pro Woche bzw. acht Arbeitsstunden pro Tag, exklusive Pausen.

Überstunden

In Japan gelten Mindestsätze für Überstunden. Diese berechnen sich wie folgt:

  • Reguläre Überstunden – 125% des Basis-Stundensatzes
  • Arbeit an einem Ruhetag – 135% des Basis-Stundensatzes
  • Nächtliche Überstunden (zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr) – 150% des Basisstundensatzes
  • Überstunden an einem Ruhetag – 160% des Basisstundensatzes
  • Nach mehr als 60 Überstunden im Monat – 150% des Basisstundensatzes
  • Nächtliche Überstunden nach mehr als 60 Überstunden im Monat – 175% des Basisstundensatzes

Die Arbeitskultur Japans ist in den letzten Jahren aufgrund einer wachsenden Zahl von Todesfällen durch Überlastung, im Japanischen als „karoshi“ bekannt, zunehmend ins Rampenlicht gerückt. Im Jahr 2019 verabschiedete die japanische Regierung ein Gesetz zur Begrenzung von Überstunden, um dieser ungesunden Arbeitskultur entgegenzuwirken. Das neue Gesetz begrenzt die Zahl der zulässigen Überstunden auf 45 pro Monat und auf insgesamt 360 pro Jahr. Unternehmen, die gegen das neue Gesetz verstoßen, müssen mit möglichen Geldstrafen rechnen.

Begrenzung der Überstunden in Japan:

  • In einer Woche: 15 Überstunden
  • In zwei Wochen: 27 Überstunden
  • In vier Wochen: 43 Überstunden
  • In einem Monat: 45 Überstunden
  • In zwei Monaten: 81 Überstunden
  • In drei Monaten: 120 Überstunden
  • In einem Jahr: 360 Überstunden

Ruhezeiten

Arbeitnehmer in Japan haben Anspruch auf eine Pause von min. 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von 6 Stunden bzw. auf eine volle Stunde Pause bei einer Arbeitszeit von 8 Stunden.

Urlaubsanspruch

Beschäftigte, die seit mindestens 6 Monaten ununterbrochen bei einem Unternehmen beschäftigt sind und in diesem Zeitraum an mindestens 80% aller Arbeitstage gearbeitet haben, haben Anspruch auf zehn Tage bezahlten Jahresurlaub. Der Anspruch auf Jahresurlaubsanspruch erhöht sich schrittweise mit der Länge der Beschäftigung in einem Unternehmen. Er erhöht sich um einen Tag pro Jahr bis zu einem Maximum von 20 Tagen pro Jahr. Arbeitnehmern kann potentiell mehr Jahresurlaub gewährt werden, was jedoch im Ermessen des Arbeitgebers liegt. Unverbrauchter Jahresurlaub verfällt nach zwei Jahren.

Mutterschaftsurlaub in Japan

Schwangere Arbeitnehmerinnen haben vor der Entbindung Anspruch auf 6 Wochen Mutterschaftsurlaub. Bei Mehrlingsschwangerschaften erhöht sich dieser Anspruch auf 14 Wochen. Der Arbeitgeber darf die entsprechende Arbeitnehmerin frühestens 8 Wochen nach der Entbindung bitten, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Arbeitgeber in Japan sind nicht verpflichtet, das Gehalt während Mutterschaftsurlaub weiterzuzahlen, es sei denn, der Arbeitsvertrag enthält eine entsprechende Regelung. Während des Mutterschaftsurlaubs übernimmt die Sozialversicherung die Zahlung von maximal 2/3 des Grundgehalts der Arbeitnehmerin.

Elternzeit

Elternzeit gilt in Japan sowohl für die Mutter als auch den Vater eines neugeborenen Kindes und dauert vom Tag nach Ende des Mutterschaftsurlaubs bis zum Erreichen des ersten Lebensjahres des Kindes. Während der Elternzeit zahlt die Arbeitsversicherung etwa 2/3 des Grundgehalts des entsprechenden Arbeitnehmers.

Krankenurlaub in Japan

Es gibt in Japan kein explizites Gesetz über Krankenurlaub, weshalb Arbeitgeber in Japan nicht verpflichtet sind, ihren Arbeitnehmern diesen zu gewähren. Einige ausländische Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitern jedoch Krankenurlaub als eine Sonderleistung. Dies hängt jedoch von der individuellen Vereinbarung zwischen dem Unternehmen und seinen Arbeitnehmer ab.

Kündigung und Abfindung

Probezeiten sind in Japan üblich und dauern in der Regel 3-6 Monate. Arbeitgeber haben das Recht, Arbeitsverträge jederzeit während oder zum Ende der Probezeit zu kündigen. Im Gegensatz dazu genießen fest angestellte Arbeitnehmer in Japan ein erhebliches Maß an Schutz und Kündigungen müssen ausreichend begründet werden. Es gestaltet sich daher einfacher, Arbeitnehmer während der Probezeit zu entlassen als danach.

Vertretbare Entlassungsgründe in Japan hängen von Einzelfall ab, beziehen sich aber im Allgemeinen auf:

  • Diebstahl oder Gewalt am Arbeitsplatz
  • Schwerwiegender Ungehorsam
  • Schwerwiegend und anhaltend schwache Leistung auf Arbeit trotz formeller Warnungen, Teilnahme an entsprechenden Weiterbildungen und der Prüfung anderer Lösungen.
  • Angabe falscher Informationen über den persönlichen Hintergrund und die eigenen Fähigkeiten, die sich negativ auf die erbrachte Leistung im Unternehmen auswirken.

Das japanische Gesundheitssystem

Japan verfügt über ein qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem, das oft als ein Faktor für die hohe Lebenserwartung im Land genannt wird. Sowohl japanische als auch ausländische Staatsangehörige können vom staatlichen Gesundheitssystem Gebrauch machen. Wenn Sie in Japan angestellt sind, werden Sie von Ihrem Arbeitgeber beim staatlichen Gesundheitsprogramm registriert. Wenn Sie unsere PEO-Lösung zur Arbeitnehmerüberlassung nutzen, wird INS Global dies vor Ihrer Arbeitsaufnahme übernehmen. Beiträge für die Krankenversicherung von nicht mehr als 10% Ihres Monatsgehalts werden dann monatlich direkt von Ihrem Gehalt abgezogen. Durch das gute und umfassende staatliche Gesundheitssystem ist es in Japan relativ selten, private Gesundheitsvorsorge für Angestellte bereitzustellen.

Steuern in Japan

In Japan unterliegt das Einkommen der Arbeitnehmer einer nationalen und einer lokalen Einkommenssteuer. Die nationale Einkommenssteuer wird nach einem progressiven Steuersatz, wie nachfolgend dargestellt, berechnet:

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Die lokale Einkommenssteuer wird im Allgemeinen zu einem Pauschalsatz von 10% berechnet, was jedoch von Region zu Region variieren kann.

Bauen Sie Ihr Geschäft in Japan aus: Warum INS Global wählen?

Internationale Expansionen bieten ausländischen Unternehmen viele Möglichkeiten, neue Märkte zu testen oder ihre globale Präsenz auszuweiten. Sie kann jedoch auch zeitaufwendig sein und individuelle Risiken mit sich bringen, darunter ein ungewohntes regulatorisches Umfeld, die Einhaltung von Steuer- und Arbeitsgesetzen sowie Kultur- und Sprachbarrieren. Die Lösungen von INS Global können Ihnen dabei helfen, Ihre Ziele zu erreichen. Setzen Sie sich noch heute mit uns in Verbindung, um Ihre Expansion nach Japan Wirklichkeit werden zu lassen. Unsere fachkundigen Berater können Ihnen dabei helfen, die besten Wege für Ihr Geschäftswachstum unter Berücksichtigung Ihrer langfristigen Entwicklungsziele zu finden.

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