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Wie gründet man ein Unternehmen in Indien?

Wie gründet man ein Unternehmen in Indien?

Das Geschäftsumfeld in Indien

Als fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt, gemessen am BIP, bietet Indien enorme Chancen für Unternehmen, die ins Ausland expandieren wollen. Indien ist gleichzeitig auch eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt, da es in den letzten Jahren Milliarden in die Verbesserung der Infrastruktur investiert hat. Es verfügt über eine einheitliche Rechts- und Verwaltungsstruktur und steigende Privateinkommen sorgen für die Entstehung einer neuen Mittelklasse mit vielen potentiellen Kunden. Obwohl Indien viele Chancen bietet, ist es dennoch ein komplexer Markt. Daher ist es ratsam, für die Expansion ins Land einen Partner auszuwählen, der sich mit dem Rechts- und Geschäftsumfeld auskennt und Ihnen bei der Umsetzung einer erfolgreichen Geschäftsstrategie in Indien helfen kann.

Geschäfte in Indien machen: Wissenswertes

Gesetzliche Feiertage in Indien

Arbeitnehmer in Indien genießen 9 gesetzliche Feiertage im Jahr. Als eine kulturell vielfältige Nation unterscheiden sich die Feiertage in Indien jedoch nach Bundesstaat, Religion und Brauchtum. In Anbetracht dieser Tatsache können Unternehmen entscheiden, welche Feiertage als bezahlter Urlaub anerkannt werden. Die folgenden drei nationalen Feiertage werden jedoch in allen Bundesstaaten und Unionsterritorien Indiens begangen:

  • Tag der Republik
  • Unabhängigkeitstag
  • Gandhi Jayanti

Arbeitszeiten

Eine reguläre Arbeitswoche in Indien umfasst 40 Stunden Arbeit pro Woche oder 8 Stunden pro Tag. Die übliche wöchentliche Höchstarbeitszeit beträgt 48 Stunden pro Woche mit einer Höchstgrenze von 54 Stunden pro Woche (einschließlich Überstunden).

Ruhezeiten

Das Gesetz schreibt mindestens 30 Minuten und maximal 1 Stunde Ruhezeit für reguläre Arbeit vor. Je nach Bundesstaat muss diese entweder nach 4 oder 5 Stunden ununterbrochener Arbeit gewährt werden.

Urlaubsanspruch

Der Urlaubsanspruch liegt zwischen 12 und 24 Tagen bezahlten Jahresurlaubs, je nach Art des Unternehmens und des Bundesstaates. Der Anspruch auf Jahresurlaub kann bis zu einer Höchstgrenze von 90 Tagen auf das folgende Jahr übertragen werden.

Mutterschaftsurlaub in Indien

Das Mutterschutzgesetz (MBA) schützt die Rechte von Frauen am Arbeitsplatz. Weibliche Beschäftigte haben Anspruch auf 26 Wochen voll bezahlten Mutterschaftsurlaub. Damit genießen Frauen in Indien nach Kanada und Norwegen den drittlängsten bezahlten Mutterschaftsurlaub der Welt. Weibliche Beschäftigte können ihren Mutterschaftsurlaub bis zu acht Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin beginnen.

Das indische Arbeitsrecht sieht keinen Vaterschaftsurlaub vor.

Krankenurlaub in Indien

In den meisten Bundesstaaten Indiens können sich Arbeitnehmer bis zu 12 Tage pro Jahr krankschreiben lassen. Ungenutzte Krankheitstage können nicht ausbezahlt werden. Darüber hinaus verfallen nicht genutzte Krankheitstage automatisch am Jahresende. Je nach Unternehmenspolitik können die Beschäftigten aufgefordert werden, für alle krankheitsbedingten Abwesenheiten von mehr als 2 oder 3 Tagen ein ärztliches Attest vorzulegen.

Kündigung und Abfindung

Probezeiten sind in Indien häufig Teil von Arbeitsverträgen, wobei 3 Monate die Regel sind. Die Mindestprobezeit beträgt 3 Monate und die Höchstdauer ein Jahr. Wenn die Leistung eines Arbeitnehmers als unbefriedigend angesehen wird, kann der Arbeitgeber die Probezeit um weitere drei Monate verlängern.

Während einer Probezeit beträgt die minimale Kündigungsfrist sieben und die maximale Kündigungsfrist 30 Tage. Nach Ablauf der Probezeit beträgt die minimale Kündigungsfrist 30 und die maximale Kündigungsfrist kann bis zu 180 Tagen betragen. In Indien ist eine Abfindung an Stelle einer Kündigung zulässig.

Visa für Indien

Das Antragsverfahren für ein indisches Arbeitsvisum variiert von Land zu Land. Anträge von US-Bürgern brauchen in der Regel etwa 30 Tage zur Bearbeitung, von Staatsbürgern der Vereinigten Arabischen Emirate 14 Tage und von thailändischen Staatsbürgern 7 Tage.

Für einen ausländischen Staatsbürger, der mit einem Arbeitsvisum nach Indien kommt, liegt der Mindestlohn für die Beantragung eines Arbeitsvisums bei etwa 25.000 US-Dollar (1,75 Millionen INR p.a.). Dieses Gehalt umfasst den monetären Lohn, Zulagen und sonstige Sonderleistungen (z.B. eine mietfreie Unterkunft), die dem ausländischen Staatsbürger gezahlt/zur Verfügung gestellt werden und die bei der Berechnung der Einkommenssteuerschuld des ausländischen Staatsbürgers berücksichtigt werden. Im Arbeitsvertrag sollten die Sonderleistungen angegeben und quantifiziert werden. Für einen ausländischen Staatsangehörigen, der mit einem Arbeitsvisum für einen Zeitraum von weniger als einem Jahr nach Indien kommt, wird die Mindestgehaltsgrenze anteilig berechnet.

Antragsverfahren:

  • Gültiger Reisepass: Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate über das Ablaufdatum des Visums hinaus gültig sein und eine leere Doppelseite enthalten.
  • Fotos: Es sind zwei Farbfotos in Vorderansicht und Passgröße erforderlich. Die Fotos dürfen nicht eingescannt worden sein. Die Passfotos müssen an der auf dem Antragsformular angegebenen Stelle aufgeklebt werden.
  • Visaantragsformular: Das indische Konsulat akzeptiert nur Formulare, die online ausgefüllt und dann ausgedruckt und unterschrieben wurden. Ein ausgefüllter Visumsantrag ist erforderlich. Das Formular muss einseitig ausgedruckt werden und die Rückseite muss leer bleiben.
  • Unternehmensanschreiben im Original: Das Visumsanschreiben muss den Briefkopf des Unternehmens enthalten, für das der Antragsteller arbeiten wird. Das Anschreiben muss alle Firmenregistrierungs- und Umsatzsteuernummern, die vollständige Firmenadresse und die geplante Aufenthaltsdauer enthalten.
  • Formular für zusätzliche Informationen: Das indische Konsulat verlangt, dass ein Formular für zusätzliche Informationen ausgefüllt, unterzeichnet und zusammen mit einem Antrag auf ein Arbeitsvisum eingereicht wird.
  • Kopie des Arbeitsvertrags: Eine Kopie des Arbeitsvertrags zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber muss eingereicht werden. Der Vertrag muss von beiden Parteien unterzeichnet werden und das Gehalt des Mitarbeiters in Rupien benennen, sowie die Zahlung der Einkommenssteuer in Indien erörtern.

Gesundheitsversorgung

Es wird empfohlen, dass Expats bei den Verhandlungen der Konditionen ihres Arbeitsvertrags in Indien auch eine private Gesundheitsversorgung besprechen.

Steuern in Indien

Ausländische Staatsangehörige, die in Indien ansässig und steuerpflichtig sind, müssen Steuern unter anderem auf folgende Einkommensarten zahlen:

  • Gehälter
  • Kostenrückerstattungen
  • Entlohnungen
  • Barzahlungen
  • Zulagen

Alle diese Einkommensarten sind steuerpflichtig, zusammen mit anderen Vergütungen und Vergünstigungen, wie z.B. einem Firmenwagen mit Fahrer oder Steuern, die vom Arbeitgeber für den Arbeitnehmer gezahlt werden.

Die folgenden Einkommenssteuersätze gelten ab dem 1. April 2015 für Arbeitnehmer in Indien:

Jahresgehalt (INR) Prozentualer Anteil der Einkommensteuer
Bis zu 250.000 Keine Steuern
Zwischen 250.000 und 500.000 5%
Zwischen 500.000 und 1.000.000 20%
Mehr als 1.000.000 30%

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