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Eigenständige Tochtergesellschaften (WFOE):
Vollständig in ausländischem Besitz befindliche Tochtergesellschaft in China

Eigenständige Tochtergesellschaften (WFOE):<br>Vollständig in ausländischem Besitz befindliche Tochtergesellschaft in China

Diese Unternehmensform wird von ausländischen Investoren am häufigsten genutzt, um Zugang zum chinesischen Markt zu bekommen. Einer der Hauptvorteile besteht darin, dass die Gründung ohne Beteiligung eines lokalen Investors möglich ist.

Firmengründung in China

Dieses Unternehmen in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die auf Englisch auch als Wholly Foreign Owned Enterprise (WFOE) bezeichnet wird, verbleibt komplett im Besitz des ausländischen Eigentümers. Die eigenständige Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz ist optimal für Unternehmen, die langfristige Geschäftsinteressen in China verfolgen und gleichzeitig ein Höchstmaß an Kontrolle und Flexibilität bei Geschäftsentscheidungen anstreben.


Wie der Name schon sagt, ist einer der Hauptvorteile einer Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz die besondere Autonomie und Kontrolle.  Diese erlaubt es dem Mutterkonzern, die eigene globale Strategie schnell und flexibel umzusetzen.  Eine Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz kann auch dazu beitragen, geistiges Eigentum besser zu schützen. Weitere Vorteile sind Effizienz in Betrieb und Entwicklung, Überführbarkeit der Gewinne aus China und die umfassende Kontrolle über das eigene Personal vor Ort.

Eigenständige Tochtergesellschaft (WFOE) Schwerpunkte

  • Erlaubt die größte Bandbreite an Geschäftsaktivitäten
  • Ist das am besten geeignete Investitionsinstrument für den Aufbau einer langfristigen Präsenz in China
  • Ermöglicht es, eine Vielzahl von Dienstleistungen innerhalb ihres deklarierten Geschäftsumfangs anzubieten
  • Kann in China hergestellte Produkte direkt an chinesische Verbraucher verkaufen

Charakteristika einer eigenständigen Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz (WFOE) in China

Eigenständige Tochtergesellschaften (WFOE):<br>Vollständig in ausländischem Besitz befindliche Tochtergesellschaft in China
  • Ist in rechtlicher Hinsicht eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung;
  • Verfügt über vollständig im Besitz der ausländischen (nicht chinesischen) Investoren befindliches Kapital;
  • Ermöglicht es den Investoren, die Kontrolle über die strategischen Entscheidungen der Tochtergesellschaft zu behalten;
  • Bietet operative und administrative Flexibilität;
  • Ist ideal für langfristige Investitionen in China.

Wann macht die Gründung einer eigenständiger Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz (WFOE) für Sie Sinn?

Die Gründung einer WFOE bietet zahlreiche Vorteile im Vergleich zu anderen Arten der Unternehmensgründung:

  • Die Erlaubnis Geschäfte in zahlreichen Tätigkeitsbereichen durchzuführen;
  • Das Recht, Profite zu erwirtschaften und chinesischen Kunden Rechnungen auszustellen;
  • Kontrolle und Autonomie bleiben beim ausländischen Investor;
  • Strategische Entscheidungen des Mutterkonzerns können flexibel und schnell umgesetzt werden;
  • Besserer Schutz der Rechte an geistigem Eigentum;
  • Die Möglichkeit, Produkte in China herzustellen und sie an chinesische Kunden zu verkaufen;
  • Die Möglichkeit, Profite in Yuan in Euro/ Dollar umzuwandeln und sie an die Muttergesellschaft im Ausland zurückzuüberweisen;
  • Für den Import und Export von Produkten, die von der eigenständigen Tochtergesellschaft hergestellt wurden, muss keine Lizenz beantragt werden;
  • Exklusive Kontrolle über das Personal.

Schwierigkeiten bei der Gründung einer WFOE in China

  • Die Finanzierung darf nur aus dem Ausland kommen;
  • Der Prozess zur Gründung einer eigenständigen Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz in China ist langwierig und erfordert die Zustimmung mehrerer Behörden;
  • Die Gefahr von Fehlern ist vergleichsweise hoch und die Folgen können schwerwiegend sein;
  • Es ist von außerordentlicher Bedeutung, sich an die regulatorischen Unterschiede zwischen China und dem Ausland anzupassen.

Erfahren Sie hier alles, was Sie über Tochtergesellschaften in ausländischem Besitz (WFOE) wissen müssen und über die Bedingungen, die zur Gründung einer solchen WFOE erforderlich sind.
Die Gründung kann in China zahlreiche Herausforderungen mit sich bringen. INS Global Consulting hilft Ihnen den Prozess erfolgreich zu navigieren und von den Vorteilen dieser Unternehmensform zu profitieren. Nutzen Sie unsere weitreichenden Erfahrungen und unser professionelles Netzwerk, das wir seit 2006 aufgebaut haben.

Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz: Vorüberlegungen zur einer Gründung

Geschäftsumfang einer WFOE

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Der Geschäftsumfang einer WFOE ist eine knappe Beschreibung der (geplanten) Geschäftsaktivitäten eines Unternehmens in China. Sobald sie formuliert und genehmigt wurde, wird sie auf die Geschäftslizenz des Unternehmens gedruckt. Der Geschäftsumfang definiert u.a. die Anzahl der Mitarbeiter, ihre Nationalität und welche Arbeit sie ausführen werden, sowie die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens, dessen Zielkunden, und was mit den Profiten geschieht.

► Rolle des Geschäftsumfang

Die Definition des Geschäftsumfangs hat Einfluss auf die genehmigten Aktivitäten eines Unternehmens und seine Erlaubnis offizielle Rechnungen an Kunden auszustellen.
Dies ist entscheidend, da Kunden möglicherweise eine Zusammenarbeit verweigern, wenn Ihr Unternehmen nicht in der Lage ist, korrekte Rechnungen (in China Fapiao genannt) auszustellen. Kunden benötigen ein korrektes Fapiao, um ihre Umsatzsteuer absetzen und entsprechend Rückzahlungen von den Finanzbehörden erhalten zu können.

► Herausforderungen bei der Festlegung des Geschäftsumfangs

Der definierte Geschäftsumfang wird in der Regel zügig von den erforderlichen Regierungsämtern akzeptiert. Danach wird er jedoch an die nationalen und lokalen Steuerbehörden weitergeleitet, die eine weitere gründlichere Prüfung vornehmen.

Da es für eine nachträgliche Änderung des Geschäftsumfangs weiterer Anträge und Genehmigungen bedarf, sollte die Beschreibung des Geschäftsumfangs vor der Gründung sorgfältig vorbereitet werden.

Since further application and approval would be required to amend the business scope, it should be prepared carefully and agreed on before incorporation.

Um den Geschäftsumfang korrekt zu definieren, sollten Sie mit dem Leitfaden für ausländische Investitionen in China (engl.: Foreign Investment Industries Guidance Catalogue) vertraut sein, der diejenigen Branchen auflistet, in denen ausländische Investitionen gefördert, eingeschränkt oder verboten sind.
Nachfolgend finden Sie die Kategorien, die vom Handelsministerium („MOFCOM“) und der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission („NDRC“) veröffentlicht werden:

  • Geförderte Industrien: Anbau, Entwicklung und Produktion von holzartigem Speiseöl, sowie Einsatzstoffen und Industrierohstoffen; Erkundung, Ausbeutung und Aufbereitung knapper Bodenschätze in China (wie Sylvin und Chromit); Entwicklung und Produktion von forstwirtschaftlichen Nahrungsmitteln; Reinigung, Verarbeitung von Leder und Pelzen; Herstellung von Fluorrecyclat aus der Verhüttung von Phosphorchemikalien und Aluminium.
  • Verbotene Industrien: Verarbeitung und Herstellung von nuklearen Brennstoffen; Produktion von gentechnisch verändertem Pflanzensamen; Verarbeitung von Erdöl und Kokerei; Ton- und Videoaufzeichnungen und Herstellung von elektronischen Publikationen; Tabakverkauf; Betrieb von Antiquitätenläden und Auktionshäusern; Verkauf von chinesischen Kulturdenkmäler; Rechtsberatung (mit Ausnahme der Bereitstellung von Informationen, die für das chinesische Rechtsumfeld relevant sind); Betrieb von Theatergruppen.
  • Eingeschränkte Industrien: Erkundung und Abbau von Blei; Herstellung von Empfängern für Satelliten-Fernsehen und ihrer Schlüsselbauteile; Gründung von Unternehmen für den Personentransport auf Autobahnen, sowie für die Abfrage von Kreditwürdigkeit und zur Authentifizierung; Bau und Betrieb großer Freizeitparks.

Die umfangreiche, offizielle Liste können Sie hier nachlesen.

Wenn Ihre spezielle Branche nicht als verboten, eingeschränkt oder gefördert aufgeführt ist, gilt sie vorläufig als „erlaubt“. Eine Verhandlung mit den Behörden wird erforderlich, wenn das Handelsministeriums (MOFCOM) und das Amt für Industrie und Handel (engl.: Administration of Industry and Commerce AIC) die in Ihrem Geschäftsumfang definierten Aktivitäten als formell oder informell eingeschränkt deklarieren.

► Wie kann der Geschäftsumfang geändert werden?

Die Änderung des Geschäftsumfangs einer Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz ist kompliziert und dauert oft mehrere Monate.

Hier sind die Schritte, die dafür notwendig sind:

  1. Beschluss der Aktionäre zur Änderung des Geschäftsumfangs.
  2. Beantragung einer Änderung des Geschäftsumfangs beim Amt für Industrie und Handel in Übereinstimmung mit dem Aktionärsbeschluss.
  3. Erhalt und Bearbeitung des Registrierungsformulars zur Änderung des Geschäftsumfangs.
  4. Erhalt einer neuen Geschäftslizenz.
  5. Steuerregistrierung.

Eingetragenes Kapital

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Das eingetragene Kapital bezieht sich auf den Kapitalbetrag, der ausreichen würde, um die Geschäftsaktivität der Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz für einen Mindestzeitraum von einem Jahr nach der Gründung zu gewährleisten. Gegenwärtig gibt es keine feste Regel in Bezug auf die Mindesthöhe des eingetragenen Kapitals. Potenzielle Investoren müssen jedoch wissen, dass die Eintragung von zu wenig Kapital zu ernsthaften Liquiditätsproblemen führen kann. Darüber hinaus erfordert der zusätzliche Transfer von Geldern aus dem Ausland zum Zwecke der nachträglichen Erhöhung des eingetragenen Kapitals eine erneute Registrierung des Mindestkapitals bei den Behörden. Andernfalls werden die Gelder als Einkommen behandelt und entsprechend besteuert.

► Berechnung des eingetragenen Kapitals

Das eingetragene Kapital der eigenständigen Tochtergesellschaft sollte nicht zu gering sein, da dies zur Ablehnung des Antrags und zu einer erhöhten Insolvenzgefahr führen kann. Es sollte auch nicht zu viel sein, da ansonsten große Kapitalbeträge ungenutzt bleiben und zu verpassten Gelegenheiten führen können.

Die optimale Kapitalhöhe hängt von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel der Branche und dem Standort ab..

Die Höhe des eingetragenen Kapitals für Tochtergesellschaften in ausländischem Besitz in verschiedenen Branchen beläuft sich üblicherweise auf:

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Das Verhältnis von Investitionsbetrag zu eingetragenem Kapital für die Firmen im produzierenden Gewerbe gestaltet sich üblicherweise so:

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► Regularien bezüglich des eingetragenen Kapitals

Investoren ist es freigestellt, den Zeitrahmen der Einbringung des eingetragenen Kapitals frei zu wählen. Hier legt die Satzung der Tochtergesellschaft das Schema, nachdem das Kapitel einbracht wird, fest.
Gemäß des Gesellschaftsrechts der Volksrepublik China sollte die Satzung beschlossen werden, bevor die Gründung einer eigenständigen Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz beantragt werden kann. Die Gesellschaftssatzung enthält u.a. detaillierte Regeln zur Organisationsstruktur des Unternehmens, zu den Rechten und Pflichten, zu den Geschäftsaktivitäten und zu der Übertragung von Unternehmensanteilen mit den dazugehörigen Verpflichtungen.
Derzeit gibt es keine formalen Anforderungen an die Höhe des eingetragenen Kapitals, den Zeitpunkt, zu dem es eingebracht werden muss oder die Höhe der separaten Einbringungszahlungen. Als Standardbetrag benötigen Sie jedoch genügend Kapital, um die Tätigkeit des Unternehmens abzudecken, einschließlich Mitarbeitergehälter, Infrastruktur, Miete und Steuern/Gebühren.

Die bisherige Anforderung, dass 30 Prozent des Kapitals aus Bareinlagen bestehen müssen, gilt nicht mehr. Beachten Sie, dass das Handelsministerium (MOFCOM) die geplante Kapitaleinlage daraufhin prüft, ob sie die Aktivitäten der Tochtergesellschaft für einen Mindestzeitraum von einem Jahr nach der Gründung gewährleisten können. Das eingetragene Kapital muss von außerhalb Chinas durch den ausländischen Investor eingebracht werden. Es kann in bar, in Raten oder als Einmalzahlung hinterlegt werden. Einmal hinterlegt, kann es nicht ohne größeren Aufwand wieder aus China heraustransferiert werden.

► Wie muss man beachten, wenn eine zusätzliche Kapitalspritze erforderlich ist?

Eine Aufstockung des Geldbetrags kann erforderlich sein, um das offizielle eingetragene Kapital der Gesellschaft zu erhöhen. Dies ist eine steuerfreie Transaktion. Der notwendige Prozess einer Änderung der Geschäftslizenz in Übereinstimmung mit dem erhöhten eingetragenen Kapital erfordert jedoch viel Zeit und muss daher als Nachteil angesehen werden.

Eine schnellere Alternative zur Finanzierung der Tätigkeiten der Tochtergesellschaft wäre eine Transaktion zwischen der WFOE und ihrem Mutterkonzern. Dabei bezieht die Muttergesellschaft zum Beispiel Beratungsleistungen von der eigenständigen Tochtergesellschaft, die im Gegenzug wiederum Zahlungen zur Finanzierung seiner Aktivitäten erhält.
Der Nachteil dieser zweiten Option besteht in den steuerlichen Auswirkungen, da diese Transaktion sowohl der Mehrwertsteuer als auch der Körperschaftssteuer unterliegen würde.

► Wie unterscheidet sich das Stammkapital je nach Branche?

In den meisten Branchen gibt es keinen vorgeschriebenen Mindestbetrag für das eingetragene Kapital. Zu diesen Branchen gehören Einzelhandel, Import und Export, Beratung und Informationstechnologie.
Die übliche Kapitalanforderung für eine WFOE im Beratungssektor liegt zum Beispiel zwischen 200.000 und 500.000 RMB. Im Vergleich zu einem herstellenden Betrieb ist dies ein niedriger Betrag. Andererseits gibt es in Branchen wie dem Bank- und Speditionswesen ein vorgeschriebenes Mindestkapital.

Personalanforderungen

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In jeder eigenständigen Gesellschaft in ausländischem Besitz geht von den Aktionären, die das Kapital einbringen, die höchste Autorität im Unternehmen aus. Eine WFOE sollte entweder einen Geschäftsführer oder einen Vorstand haben, der die Ausrichtung des Unternehmens in Einklang mit den Entscheidungen der Anteilseigner vornimmt.
Nach dem chinesischen Gesellschaftsrecht sollten alle Tochtergesellschaften in ausländischem Besitz mindestens eine Aufsichtsperson haben, die die Erfüllung der unternehmerischen Pflichten durch die Geschäftsführer sowie das obere Management überwacht. Um jegliche Interessenkonflikte zu vermeiden, dürfen die Geschäftsführer und das leitende Personal nicht gleichzeitig als Aufsichtsperson fungieren. Ein relativ kleines Unternehmen mit wenigen Anteilseignern kann einen oder zwei Aufsichtspersonen haben. Größere Unternehmen müssen jedoch einen Aufsichtsrat mit nicht weniger als drei Mitgliedern haben.

Der Aufsichtsrat setzt sich aus den Vertretern der Anteilseigner und zu mindestens einem Drittel auch aus Mitarbeitern des Unternehmens und Arbeitnehmervertretern zusammen. Das genaue Verhältnis sollte in der Satzung des Unternehmens klar festgelegt werden. Es sollte einen Aufsichtsratsvorsitzenden geben, dessen Wahl von mehr als 50% aller Aufsichtspersonen unterstützt werden muss.

Eine WFOE sollte einen Geschäftsführer haben, dessen Aufgabe es ist, das Tagesgeschäft des Unternehmens zu leiten. Der Generaldirektor kann eines der Mitglieder des Vorstands oder auch der Geschäftsführer sein.
Schließlich kann eine WFOE Mitarbeiter vor Ort direkt anstellen, ohne den Weg über eine Arbeitnehmervermittlung zu gehen. Das Gesetz sieht keine Beschränkungen für die Einstellung ausländischer Mitarbeiter vor. In der Praxis hängt die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer jedoch von der Höhe des Sozialkapitals (soziale Beziehungen mit geschäftlichen Vorzügen) ab, das eine WFOE investiert.

Steuerplanung

Einkommenssteuer und Mehrwertsteuer sind für eigenständige Tochtergesellschaften in ausländischem Besitz zentrale Überlegungen bei der Steuerplanung.

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► Wie funktioniert die Besteuerung von eigenständigen Tochtergesellschaften in ausländischem Besitz (WFOE)?

Wenn Sie verstehen, wie die Besteuerung von WFOEs funktioniert, können Sie die Kosten ermitteln, die Sie bei der Gründung von der Steuer absetzen können.
Beachten Sie bei Ihren Überlegungen unbedingt auch den Zeitraum vor Betriebsbeginn. Dieser beginnt ab dem Tag der Bestätigung des Firmennamens durch das Amt für Industrie und Handel bzw. dem offiziellen Gründungsdatum auf Ihrer Geschäftslizenz bis zu dem Moment, an dem das Unternehmen zum ersten Mal Einnahmen erzielt oder die erste Rechnung ausstellt.

Wenn Sie gültige Steuerbelege vorweisen können, kann ein Teil der Kosten vor Betriebsaufnahme von der Einkommenssteuer abgezogen werden. Dazu gehören Löhne, Druckkosten, Weiterbildungskosten, Registrierungsgebühren, Reiseausgaben und der Kauf von beweglichen Anlagegütern.
Während es WFOEs erlaubt ist, Gelder an eine ausländische Beteiligungsgesellschaft zurückzuüberweisen, ist es wichtig zu beachten, dass Gelder nur dann mit Darlehen oder Dividenden transferiert werden können, wenn das Empfängerunternehmen Anteilseigner der eigenständigen Tochtergesellschaft in China ist.

Nehmen wir den Fall der USA als Beispiel. Wenn eine Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz in China Gewinne in Form von Dividenden an eine Beteiligungsgesellschaft in den Vereinigten Staaten zurückführt, sind diese einer Quellensteuer von 10% unterworfen. Dieser Betrag richtet sich nach dem bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen den USA und China. Die in China gezahlte Quellensteuer könnte in den USA als ausländische Steuergutschrift deklariert werden, um die Einkommenssteuerlast der Beteiligungsgesellschaft in den USA zu senken.
Jedoch können nicht alle Gewinne einfach zurückgeführt werden. Vor jeder Dividendenausschüttung müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Ein Teil des Gewinns (für WFOEs nicht weniger als 10%) sollte in einen Reservefonds der Gesellschaft in ausländischem Besitz eingezahlt werden, bis der Reservefonds 50% des eingetragenen Kapitals des Tochtergesellschaft erreicht hat.

Eine Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz in China kann auch Gewinne an ein in den USA ansässiges Aktienunternehmen mittels eines Darlehens an seinen eigenen ausländischen Anteilseigner überweisen. Die Zinserträge der Tochtergesellschaft sind einer Körperschaftssteuer von 25% sowie einer Gewerbesteuer von 5% unterworfen. Allerdings kann die in China gezahlte Körperschaftssteuer später dazu verwendet werden, jegliche US-Einkommenssteuerschuld auszugleichen, die gemäß den Bedingungen des DBA zwischen den USA und China anfällt.
Eine WFOE in China kann Gelder auch als Dienstleistungsgebühr ins Ausland zurücküberweisen, indem es in einem Dienstleistungsvertrag mit einem Unternehmen im Ausland abschließt. Die Dienstleistungsgebühr unterliegt dann einer 6%igen Mehrwertsteuer (MwSt.) sowie den damit verbundenen Zuschlägen und unter der Voraussetzung, dass eine Niederlassung vorhanden ist, wahrscheinlich auch der Körperschaftssteuer (ca. 3,75 bis 12,5%),

Eigenständige Tochtergesellschaften in ausländischem Besitz (WFOE) werden als allgemeine Steuerzahler registriert, um solche Mehrwertsteuerabzüge erhalten zu können.

Alle Investoren von WFOEs in China sind dazu verpflichtet, einen offiziellen Investor-Anteilseigner der eigenständigen Gesellschaften zu bestimmen. Dieser Anteilseigner könnte der Endbegünstigte aller Geschäftsaktivitäten in China sein oder auch nur die Funktion eines Mittelmannes innehaben. Eine Weiterleitungsstruktur dieser Art wird gemeinhin als Holdinggesellschaft bezeichnet und in den meisten Fällen außerhalb Chinas gegründet. Durch die Verwendung einer Weiterleitungsstruktur mit einer Holdinggesellschaft als formaler Investor-Anteilseigner der Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz können weitere Steuervorteile erzielt werden. Investoren genießen eine bevorzugte steuerliche Behandlung, zum Beispiel indem Sie die Holdinggesellschaft in einer Region ansiedeln, die günstige Steuerabkommen mit China vorweist.

In der Vergangenheit waren Investoren teilweise in der Lage, bestimmte Vorzüge zu nutzen, indem sie sich mit ihrer Holdingstruktur an einem Ort mit vorteilhaften Steuerabkommen mit China niederließen. Ein gutes Beispiel für einen solchen Standort ist Hongkong. So sehr dies auch weiterhin die Grundlage für die Verwendung einer Holdinggesellschaft bei der Gründung einer Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz (WFOE) in China bildet, ist das Vorgehen möglicherweise nicht mehr so eindeutig wie früher. Mehrere Länder, in denen häufig ausländische Investoren ansässig sind, wie zum Beispiel die Niederlande, das Vereinigte Königreich und Irland, haben vernünftige Steuerabkommen mit China ausgehandelt, womit die Ansiedlung der Holdinggesellschaft an Standorten wie Hongkong nicht mehr notwendig ist. Tatsächlich ist es schwieriger geworden, sich Steuervorteile zu sichern, da die chinesischen Regierungsbehörden vermehrt versuchen, alle potentiellen Schlupflöcher zu schließen.

Der andere simple und offensichtliche Vorteil der Gründung einer Holdinggesellschaft ist, dass eine zukünftige Veränderung in der Aktionärsstruktur der WFOE – meistens im Zuge einer Veräußerung oder Umstrukturierung – außerhalb Chinas deutlich einfacher und schneller geschehen kann. Um dies in China zu tun, sind normalerweise eine steuerliche Genehmigung, möglicherweise eine formale Bewertung der Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz sowie eine offizielle Aktualisierung ihrer Registrierungsunterlagen bei den betroffenen chinesischen Regierungsbehörden erforderlich. Dieser Prozess zieht sich schnell monatelang hin, kann beträchtliche Steuerschulden verursachen – die vor dem weiteren Vorgehen geklärt werden müssen – und jeder Veränderung in der Zusammensetzung der Anteilseigner könnte theoretisch von der chinesischen Regierung blockiert werden. In anderen Ländern und Rechtssystemen könnte dies jedoch innerhalb weniger Tage geschehen.

► Jährliche Compliance-Maßnahmen (Einhaltung der lokalen Bestimmungen)

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Die jährlichen Compliance-Maßnahmen beinhalten: die Jahresabschlussprüfung, den Abgleich der Körperschaftssteuer, den Fremdwährungsabgleich, die jährliche Steuererklärung, die jährliche Inspektion sowie andere regionsspezifische Anforderungen.
Nachfolgend sehen Sie eine Darstellung des zeitlichen Ablaufs der jährlichen Compliance-Maßnahmen (vorbehaltlich regionaler Abweichungen):

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Jahresabschlussprüfung

  • Die Jahresabschlussprüfungen stellen sicher, dass die Gesellschaften in ausländischem Besitz den offiziellen chinesischen Finanz- und Buchhaltungsstandards folgen.
  • Das gesamte Verfahren dauert etwa 4 Monate. Zertifizierte Buchhaltungsfirmen beginnen mit der Vorbereitung der Berichte im Januar, unmittelbar nach Abschluss des Vorjahres. Sie schließen sie dann bis Ende April ab, um die Frist für die Einreichung der Steuererklärung am 31. Mai einzuhalten.

Jährliche Inspektion

Sie ist für alle in China registrierten Unternehmen obligatorisch. Das Versäumen einer Inspektion kann die Qualifikation eines Unternehmens für eine Geschäftslizenz beeinträchtigen.

  • Sie findet von Januar bis Ende Juni statt.
  • Die jährliche Inspektion umfasst die Auskunft über relevante Informationen und das Einreichen der entsprechenden Formulare bei: Der Steuerbehörde, der Verwaltungsabteilung für ausländische Investitionen, dem Wirtschaftsausschuss, dem Staatlichen Amt für Industrie und Handel, dem Staatlichen Amt für Devisen, dem Finanzministerium und dem Zollamt.

► Welchen Steuern unterliegt Ihre Tochtergesellschaft in ausländischem Besitz?

Die Umsatzsteuer umfasst solche Steuern wie:

  • Gewerbesteuer für Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen. Diese basiert auf dem Geschäftsumsatz.
  • Die Mehrwertsteuer wird auf produzierende und Handelsunternehmen angewendet. Eine solche Steuer basiert auf dem Wertschöpfungsanteil der Produkte. Je nach bestimmten Kategorien wie Gebrauchswaren, Lebensmittel, Bücher und andere Waren beläuft sie sich auf 17 oder 13 Prozent.

Die Einkommensteuer umfasst solche Steuern wie:

  • Geschäftliche Einkommenssteuer – fällt an, wenn die Geschäftspartner Firmen sind. Diese basiert auf den Gewinnen des Unternehmens und wurde auf 25 Prozent angepasst.
  • Individuelle Einkommenssteuer – Hierbei handelt es sich um Steuern auf Löhne/Gehälter. Die Steuerrate beläuft sich auf 3 bis 45 Prozent.
  • Die Dividendensteuer beträgt 20 Prozent des eingetragenen Kapitals, während Aktiengesellschaften eine Dividendensteuer von 10 Prozent zahlen.

Andere Steuern:

  • Körperschaftssteuer – dies hängt von der Branche und dem Standort des Unternehmens ab. Sie liegt zwischen 15 und 25 Prozent.
  • Verbrauchssteuer – Exportgüter sind von dieser Steuer befreit. In der Regel handelt es sich dabei um 1 bis 56 Prozent der Einnahmen aus dem Verkauf von Waren.
  • Stempelsteuer – Wird mit 1 Prozent erhoben.
  • Bodenwertsteuer – 30 bis 60 Prozent der Gewinne aus der Veräußerung von Land.
  • Ressourcensteuer – Der Steuersatz hängt vom Material ab und liegt zwischen 1 und 20 Prozent.
  • Dividendensteuer – 20 Prozent.
  • Zinssteuer – 20 Prozent.
  • Lizenzgebührensteuer – 20 Prozent.
  • Urkundensteuer – 3 bis 5 Prozent (Dies ist eine Übertragungssteuer beim Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts wie Grundstücke oder Räumlichkeiten. Sie beträgt 3 bis 5 Prozent des Gesamtwerts der beurkundeten Immobilie).
  • Sozialversicherungssteuer – 37 Prozent.
  • Immobiliensteuer – 12 Prozent des Mietwerts.

Geistiges Eigentum

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China verfolgt in Bezug auf geistige Eigentumsrechte eine Politik von „wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Das heißt, derjenige, der zuerst ein geistiges Eigentum anmeldet, bekommt es zugesprochen.
Eine solche Politik gestaltet sich für ausländische Unternehmen, die nach China expandieren wollen, problematisch, da ein opportunistischer Investor das Recht am geistigen Eigentum möglicherweise bereits angemeldet hat. Daher empfiehlt es sich in der ersten Phase des Markteintritts in China, Ihre Marke zu überprüfen und die richtigen Papiere bei den zuständigen Behörden einzureichen.

► Wie funktioniert der Schutz des geistigen Eigentums in China?

Zu den Möglichkeiten, die Sie zum Schutz Ihrer geistigen Eigentumsrechte haben, gehören:

  • Urheberrechte– Die Registrierung von Werken bei der Nationalen Urheberrechtsverwaltung gewährleistet den Nachweis des Eigentums.
  • Patente – Anmeldung nach dem „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“-Prinzip beim Staatlichen Amt für geistiges Eigentum in Peking. Wenn Sie kein Handelsbüro in China haben, müssen Sie Patentanmeldungen über autorisierte Patentanwälte einreichen.
  • Marken – Anmeldung bei der Markenabteilung des Staatlichen Amtes für Industrie und Handel mit Sitz in Peking oder 13 lokalen Büros. Eine Marke ist nur innerhalb der Kategorie geschützt, unter der sie angemeldet ist. Ausländische Unternehmen benötigen einen autorisierten Agenten, um einen solchen Antrag einzureichen. Für ausländische Unternehmen ist es auch wichtig, ihre Marken auf Chinesisch zu etablieren. Dies vermeidet Situationen, in denen andere Unternehmen versuchen könnten, Ihren Namen zu kopieren. Die Gründung ausländischer Unternehmen nur mit einem englischen Namen ist in China in letzter Zeit auch sehr populär geworden.

Nachdem Sie das Recht auf geistiges Eigentum gesichert haben, müssen Sie es auch aktiv und wachsam vor häufigen und lästigen Verstößen schützen. Dies kann durch regelmäßige Online-Recherchen, den Besuch von Messen und andere Überprüfungsstrategien erfolgen. Sie können auch eine kostenlose Überwachung der Markenrechte durch den chinesischen Zoll beantragen.

Verrechnungspreise

Verrechnungspreise beziehen sich auf den Preis, der in Rechnung gestellt wird, wenn Unternehmen in unterschiedlichen Gerichtsbarkeiten (Ländern) konzerninterne Transaktionen durchführen.

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► Wie lauten die Regeln für die Verrechnungspreise in China für Gesellschaften in ausländischem Besitz?

China folgt in Bezug auf die Verrechnungspreise dem Prinzip der „Armlänge.“ Dies bedeutet, dass Transaktionen zwischen Parteien innerhalb eines Konzerns in ähnlicher Weise behandelt werden müssen wie Transaktionen zwischen externen Parteien.
Insbesondere bei Transaktionen mit den eigenen Muttergesellschaften sollten Tochtergesellschaften in ausländischem Besitz folgendes beachten:

  • Angemessene Offenlegung von Transaktionen mit konzerninternen Parteien in der Steuererklärung
  • Erstellung und Pflege einer detaillierten Verrechnungspreisberechnung, falls erforderlich.
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